Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

17.09.2019 - Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA)

Die EU-OSHA gibt die im Rahmen ihres 14. Wettbewerbs für gute praktische Lösungen ausgezeichneten und lobend erwähnten Beispiele von Organisationen, die ein innovatives Konzept beim erfolgreichen Umgang mit den Risiken gefährlicher Substanzen am Arbeitsplatz und praktische Lösungen zum Schutz der Beschäftigten und zur Steigerung deren Produktivität verwirklicht haben.

Dr. Christa Sedlatschek, Exekutivdirektorin der EU-OSHA, prämierte Maßnahmen von Unternehmen und Organisationen, die für eine große Bandbreite an Größen und Branchen stehen und dabei ein gemeinsames Ziel haben: eine Kultur der Prävention zu schaffen und die Beschäftigten vor gefährlichen Substanzen zu schützen. Um die Beiträge der genannten Organisationen zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit zu würdigen und auf die eingeführten guten praktischen Lösungen aufmerksam zu machen, erhalten die ausgezeichneten Organisationen in einer besonderen Zeremonie während des Gipfeltreffens „Gesunde Arbeitsplätze“ im November in Bilbao jeweils einen Preis bzw. eine Urkunde.

Es wurden folgende Leistungen der Preisträger herausgestellt:

  • Das tschechische Pharmaunternehmen VAKOS XT, a.s., das in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium ein Maßnahmenprogramm für den Schutz von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zum Beispiel während Polizeieinsätzen in illegalen Drogenlaboren vor der Exposition gegenüber verbotenen Betäubungsmitteln entwickelte;
  • Eiffage Infrastructures, ein großes französisches Unternehmen aus dem Bereich Straßenbau und -instandhaltung, das eine neue Technik für den vollständigen Verzicht auf den Einsatz gefährlicher Lösungsmittel in seinen Analyselaboren entwickelt hat;
  • der deutsche Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks, der ein sicheres und wirtschaftliches Verfahren für die Handhabung asbesthaltiger Materialien entwickelt und dessen Umsetzung unterstützt hat;
  • Peluquería Elvira, ein kleiner Friseur- und Kosmetiksalon, der gefährliche Substanzen abgeschafft und so auch die Arbeitsbedingungen in anderen Salons in ganz Spanien verändert hat;
  • Atlas Copco Industrial Technique AB, eine Produktionsfirma aus Schweden, die eine Kultur der Beteiligung und Zusammenarbeit gefördert und kollektive Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten vor potenziell gefährlichen Kohlenstoffnanoröhren eingeführt hat;
  • Mansholt BV, ein kleines Agrarunternehmen in den Niederlanden, das gemeinsam mit der nationalen branchenspezifischen Arbeitsschutzbehörde eine Reihe technischer und organisatorischer Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten vor schädlichem Staub eingeführt hat.

Die Europäische Agentur EU-OSHA trägt dazu bei, die Arbeitsplätze in Europa sicherer, gesünder und produktiver zu machen. Die Agentur untersucht, entwickelt und verbreitet verlässliche, ausgewogene und unparteiische Informationen über Sicherheit und Gesundheit und organisiert europaweite Sensibilisierungskampagnen. Die 1994 von der Europäischen Union gegründete Agentur mit Sitz in Bilbao (Spanien) bringt Vertreter der Europäischen Kommission, der Regierungen der Mitgliedstaaten, der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände sowie führende Sachverständige aus den EU-Mitgliedstaaten und anderen Ländern zusammen.

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