Erasmus+
macht europäische Studenten innovativer

20.05.2019 - Europäische Kommission

In einer großangelegten Studie, die auf den Rückmeldungen von fast 77 000 Studierenden und Hochschulmitarbeitern und von über 500 Organisationen basieren, werden die Auswirkungen des Programms Erasmus+ auf seine Hauptbegünstigten gemessen und analysiert. Die Ergebnisse zeigen, wie das EU-Programm junge Europäerinnen und Europäer auf das neue digitale Zeitalter vorbereitet und ihnen hilft, sich in ihrer künftigen Karriere zu entfalten. Erasmus+ fördert auch die Innovationsfähigkeit von Universitäten, ihr internationales Engagement und ihre Fähigkeit, auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts zu reagieren.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studien:

  • Erasmus+ hilft Studierenden dabei, ihren Karriereweg und Arbeitsplätze schneller zu finden

Über 70 % der ehemaligen Erasmus+-Teilnehmer sagen, dass sie nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland eher wissen, welchen Karriereweg sie einschlagen wollen. Durch ihre Auslandserfahrung können sie auch ihre Studien neu ausrichten, um sie besser an ihre Ziele abzustimmen. Aus der Studie zur Wirkung von Erasmus+ auf die Hochschulbildung geht außerdem hervor, dass 80 % der Befragten innerhalb von drei Monaten nach dem Abschluss in einem Beschäftigungsverhältnis waren, und 72 % sagen, ihre Auslandserfahrung habe ihnen dabei geholfen, ihre erste Arbeitsstelle zu bekommen. Neun von zehn Erasmus+-Absolventen geben an, dass sie die im Ausland erworbenen Fähigkeiten und Erfahrungen bei ihrer täglichen Arbeit anwenden. Mit Erasmus+ werden die Diskrepanzen zwischen Qualifikationsangebot und ‑nachfrage angegangen, indem der Schwerpunkt auf den Aufbau von persönlichen und interdisziplinären Kompetenzen gelegt wird, die Unternehmen brauchen.

  • Erasmus+ steigert das Zugehörigkeitsgefühl zu Europa

Mehr als 90 % der Studierenden im Rahmen von Erasmus+ verbessern ihre Fähigkeit, mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenzuarbeiten, und empfinden sich als Europäerinnen und Europäer. Am stärksten wirkt sich Erasmus+ auf Studierende aus, die vor ihrem Austausch weniger überzeugt von der EU waren, und auf Studierende, die Zeit in einem Land verbracht haben, dessen Kultur sich von ihrer eigenen stark unterscheidet. Von allen Erasmus+-Studierenden identifizieren sich jene aus Osteuropa am meisten mit der EU. 

  • Erasmus+ fördert den digitalen Wandel und die soziale Inklusion

Im Rahmen von Erasmus+-Kooperationsprojekten wird der Großteil der teilnehmenden Universitäten besser auf den digitalen Wandel vorbereitet. Die Verwendung neuer Technologien und innovative Lehr- und Lernmethoden stärken ihre internationale Zusammenarbeit und Innovationsfähigkeit. Akademische Mitarbeiter, die an Erasmus+ teilgenommen haben, stehen der Einbeziehung von Unternehmensbeschäftigten in ihre Kurse offener gegenüber als nichtmobile Kollegen (rund 60 % gegenüber 40 %). Mehr als 80 % der Akademiker berichten, dass ihre Auslandserfahrung zu innovativeren Lehrplänen geführt hat. Ferner gaben zwei Drittel der teilnehmenden Universitäten an, dass EU-weite Projekte auch dazu beitragen, die soziale Inklusion und Nichtdiskriminierung in der Hochschulbildung zu verbessern.

Andere Ergebnisse zeigen, dass ehemalige Erasmus+-Studierende im Vergleich mit Studierenden, die nicht ins Ausland gegangen sind, zufriedener mit ihren Arbeitsplätzen sind. Sie schlagen außerdem internationalere Laufbahnen ein, und die Wahrscheinlichkeit, dass sie im Ausland arbeiten, ist doppelt so hoch. Außerdem unterstützt Erasmus+ das Unternehmertum. Ein Viertel der Kooperationsprojekte haben zur unternehmerischen Bildung und zu einem verstärkten Unternehmertum beigetragen. Ein Drittel der Projekte trug zur Gründung von Spin-offs und Start-ups bei.

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