Beschäftigung und soziale Lage
Europabericht 2019

04.07.19 EU-Kommission

Die Europäische Kommission hat heute den jährlich erscheinenden Europäischen Beschäftigungs- und Sozialbericht 2019 veröffentlicht. Vor dem Hintergrund langfristiger globaler Trends wie Bevölkerungsalterung, Globalisierung, Technologie- und Klimawandel befasst sich der Bericht 2019 mit dem Thema Nachhaltigkeit. Er zeigt auf, dass Bewältigung des Klimawandels und Erhalt des Wachstums eng miteinander zusammenhängen.

Dargelegt wird eine Reihe von Maßnahmenoptionen, mit denen sich die Wettbewerbsfähigkeit der EU erhalten, das Wachstum verstetigen und sich sein Nutzen für die gesamte Bevölkerung in der EU und für die künftigen Generationen nutzbar machen lässt und gleichzeitig der ehrgeizige Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft weiterverfolgt wird. In dem Bericht 2019 wird auch bekräftigt, dass die EU ihre Wirtschaftstätigkeit weiter ausweitet – die Beschäftigung erzielt dabei neue Rekordwerte und die soziale Lage verbessert sich.

Beim Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft werden weitere Arbeitsplätze entstehen, und es werden sich die Struktur des Arbeitsmarktes, die Verteilung der Arbeitsplätze und der Kompetenzbedarf ändern. Es wird davon ausgegangen, dass im Zuge des Übergangs bis 2030 weitere 1,2 Millionen Arbeitsplätze in der EU geschaffen werden – zusätzlich zu den bereits prognostizierten 12 Millionen neuen Stellen. Der Übergang könnte die derzeitige Polarisierung der Arbeitsplätze – eine Folge von Automatisierung und Digitalisierung – abfedern, indem auch Arbeitsplätze im mittleren Bereich der Lohnskala und der Kompetenzverteilung geschaffen werden, insbesondere im Bau- und im verarbeitenden Gewerbe.

Generell zeige der Bericht auf, dass die EU in die Kompetenzen der Menschen und in Innovationen investieren muss, um das Wirtschaftswachstum beizubehalten. Am besten schneiden diejenigen Unternehmen in der EU ab, die am meisten für die Schulung ihrer Mitarbeiter und gute Arbeitsbedingungen ausgeben. So lassen sich durch Investitionen in Kompetenzen, Qualifikationen und die formale Schulung von Erwachsenen die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer, die Lohnentwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken. Im Europäischen Beschäftigungs- und Sozialbericht wird auch festgestellt, dass soziale Investitionen wie die Verfügbarkeit von Kinderbetreuung und frühkindlicher Erziehung und Bildung dazu führen, dass Menschen produktiver sind und sich wohler fühlen. Bezahlbarer, angemessener Wohnraum ist die Voraussetzung dafür, dass die Europäerinnen und Europäer auf dem Arbeitsmarkt ihr volles Potenzial ausschöpfen und an der Gesellschaft teilhaben können.

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